Ok, ich geb es zu: nachdem ich schon zwei Stunden auf den Upload der ersten Folge von Typisch Calw gewartet hatte, konnte ich mir ein „typisch Calw“ nicht verkneifen. Der groß von Citymanager Hansjörg Neumann angekündigte Livestream wollte anscheinend einfach nicht live gehen. Wobei der Begriff live hier eher irreführend ist. Bei den seit 6 Wochen produzierten Videos handelt es sich um den ca. einstündigen Zusammenschnitt diverser Videobeiträge, die zudem von Sabrina Brenner, Inhaberin des Calwer Geckos, moderiert werden. In ihrer Cocktailbar werden dazu die Videosnippets mit Talkgästen zu den einzelnen Themen produziert. Die Videos stellen unterschiedliche Unternehmen und Projekte in und um Calw vor und sollen informieren und Spaß machen. Das Calwer Stadtmarketing will so Unternehmen, Orte und Personen vorstellen, die typisch für Calw, spannend oder einfach nur unterhaltsam sind. Was die Serie auf jeden Fall leistet, sie schafft mit rund jeweils 2500 Views der Videos Aufmerksamkeit und dringend notwendige Öffentlichkeit für Einzelhändler, Unternehmen und Institutionen, die im digitalen Diaspora des Nordschwarzwaldes unsichtbar sind.

Und mit jeder Folge steigt das technische und inhaltliche Niveau der „Sendung“. Die beiden Einzelkämpfer Hansjörg Neumann und Dominik Schirle (MF Sound & Light), die für das Projekt verantwortlich sind, lernen mit jeder Folge dazu, verbessern den Sound und bringen Struktur in die Videoblogbeiträge und entwickeln eine eigene Handschrift für ihr digitales Format. Moderatorin Brenner wirkt von Folge zu Folge souveräner und präsentiert inzwischen mit Leichtigkeit ihre Talks mit den Gästen auf dem Sofa. Wir dürfen auf die kommenden Folgen gespannt sein.

Mit seinem Onlineformat geht Citymanager Neumann einen mutigen Schritt in die richtige Richtung. Er versucht die Menschen dort zu erreichen, wo sie sich heute aufhalten, im Internet. Denn solange Calw und die Calwer Unternehmen im Analogen verharren und auf Besserung hoffen, wird sich wenig tun. Da erscheint einem die Aktion des Calwer Gewerbevereins geradezu absurd, die versuchen, Aufkleber der Aktion #calwlokal über die Einzelhändler an die Kundschaft verteilen zu lassen. Diese sollen sich dann zusammen mit dem Aufkleber fotografieren und das Foto einschicken. Das beste Foto soll durch ein Voting mit einem Einkaufsgutschein prämiert werden. Angesichts der Tatsache, dass die Homepage des Gewerbevereins schon seit weit über einem Jahr offline ist, lassen sich solche Aktionen nur unter dem Thema Aktionismus verbuchen.

Das Calwer Stadtmarketing unter Hansjörg Neumann geht hier erkennbar andere Wege und schafft mit seiner ersten Aktion Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit. Durch die Vorstellung der einzelnen Unternehmen und Einzelhändler bleibt abzuwarten, ob sich hier erste positive Effekte einstellen. Wenn allerdings schon die erste Aktion des neuen Citymanagers unter den erschwerten Bedingungen der Corona Pandemie für so viel Gesprächsstoff sorgt, hoffen wir auf die nächsten Aktionen, die zur Belebung des Einzelhandels und zur Imageaufbesserung der ganzen Stadt dienen sollen.

 

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